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WAG zu Besuch bei der Niederösterreichischen Landeshauptfrau

Gruppenfoto: 3 Rollstuhlfahrerinnen und 1 Rollstuhlfahrer, dahinter stehen 2 Frauen.

Christoph Dirnbacher, Roswitha Schachinger, Jasna Puskaric, Gabriele Neschkudla, Johanna Mikl-Leitner, Michaela Mallinger. (©) NLK Reinberger

Der WAG – Assistenzgenossenschaft ist es gelungen, einen persönlichen Gesprächstermin mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner zu bekommen. „Uns ist es sehr wichtig, Politische Entscheidungsträger für das Unterstützungsmodell der Persönlichen Assistenz zu gewinnen. Wir wollten deshalb Frau Landeshauptfrau Mikl-Leitner über die aktuelle Situation für Assistenznehmer_innen in NÖ informieren. Es Hat uns sehr gefreut, dass wir so rasch eine Einladung nach St. Pölten erhalten haben.“, berichtet Christoph Dirnbacher, Vorstandsmitglied der WAG – Assistenzgenossenschaft. „Die Landeshauptfrau war sehr interessiert und wir waren begeistert vom guten Gesprächsklima.“, Dirnbacher weiter.

NÖ könnte Vorzeigeland für Persönliche Assistenz werden

Es war der WAG – Assistenzgenossenschaft sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass das Niederösterreichische Modell gut läuft. Es aber auch sehr schwierige Situationen für Menschen mit Behinderungen im aktuellen Fördersystem gibt. Hier hat die WAG u.a. die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes sowie die Valorisierung der Förderungen für Persönliche Assistenz und die Zugänglichkeit auch für niedrige Pflegegeldstufen in NÖ angesprochen. Die Landeshauptfrau  versicherte, sich „die Dinge noch einmal anzuschauen“. Es wurde vereinbart, in Kontakt zu bleiben und über die bestehende Arbeitsgruppe auch mit der zuständigen Landesrätin Teschl-Hofmeister weiterhin die gute Zusammenarbeit zu pflegen. Im Anschluss beantwortete die Landeshauptfrau noch einige Fragen.

Im Gespräch mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner

WAG: Welche Themen sind Ihnen als Landeshauptfrau in Bezug auf Menschen mit Behinderungen wichtig?

Mikl-Leitner: Die Teilhabe an der Gesellschaft und ein hohes Maß an Selbstbestimmung müssen auch für Menschen mit Behinderung möglich sein. Dazu ist es wichtig, dass entsprechende Unterstützungsangebote und die besten Rahmenbedingungen gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt werden.

WAG: Was sollen Menschen mit Behinderungen mit Ihnen als Landeshauptfrau in Verbindung bringen?

Mikl-Leitner: Sie sollen sich darauf verlassen können, dass sie mit meinem Team in der Landesregierung und mit mir eine Anlaufstelle haben, die ihre Anliegen ernst nimmt. Denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Anliegen aller Landsleute zu den wichtigsten Aufgaben unserer Politik zu machen. Das Land Niederösterreich bietet Sicherheit für die erforderliche Begleitung und Unterstützung. Ich denke da vor allem an wichtige Projekte im Bereich der Qualifizierung oder im Rahmen von Beschäftigungs-Maßnahmen.

WAG: Welche Bedeutung messen Sie Persönlicher Assistenz für Menschen mit Behinderungen bei und welche weiteren Schritte sind geplant?

Mikl-Leitner: Die Persönliche Assistenz ist eine wertvolle Hilfeleistung, um Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben im Beruf, in der Ausbildung sowie im Alltag zu ermöglichen. Und damit leisten die Persönlichen Assistenten eine wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft. Auch für die
Zukunft ist es wichtig, dass wir Menschen mit Behinderung dabei unterstützen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Derzeit läuft dazu etwa der Arbeitskreis
„Bedarfsplan für Menschen mit Körperbehinderung und/oder Sinnesbehinderungen“. Dieser Arbeitskreis ermittelt wie viele Menschen mit Körper- und Sehbehinderung in Niederösterreich leben und wo Unterstützungsbedarf vorhanden ist. Ein ganz wichtiges und notwendiges Projekt, um zu erheben, wo die Menschen verstärkt Unterstützung brauchen. In diesem Projekt wird auch die Hilfeleistung durch Persönliche Assistenz bearbeitet.

WAG: Wir bedanken uns für das konstruktive gespräch!