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ÖZIV Medienpreis zeichnet zwei Beiträge über Persönliche Assistenz aus

Am 10. November 2017 wurde der ÖZIV Medienpreis verliehen. Eine prominente Jourie von Journalist_innen und Fachleuten zum Bereich Medien, Behinderung und Barrierefreiheit prämierte heuer zum 11. Mal Beiträge aus Print und Fernsehen.

„Mit dem ÖZIV-Medienpreis wollen wir einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zur Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien leisten. Die diesjährigen Preisträgerinnen haben eindrucksvoll vorgezeigt, wie qualitätsvolle und exzellent recherchierte Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen aussehen kann.“, so Dr. Klaus Voget, Präsident des ÖZIV.

Ausgezeichnet wurde in der Kategorie Print Nina Kreuzinger (der Falter) für den Artikel „Die geborgten Arme und Beine“ https://www.ninakreuzinger.com/journalism/persönliche-assistenz/ und in der Kategorie „elektronische Medien“ holte sich Patricia Aradi für den im Rahmen der ORF-Sendung „heute konkret“ gezeigten Beitrag „Persönliche Assistenz im Arbeitsleben“.

Dass in beiden Kategorien ein Beitrag über Persönliche Assistenz gewonnen hat, mag ein Zufall sein. Doch in den Beiträgen selbst kommt zum Ausdruck, welchen Stellenwert Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen und ein selbstbestimmtes Leben hat.

Der Artikel „Die geborgten Arme und Beine“ von Nina Kreuzinger bringt mit viel gespür auf den Punkt, worum es bei der Arbeit als Persönlicher Assistent oder Assistentin als auch für die Kundin oder den Kunden geht. Kritisch hinterfrägt sie die Bezahlung und arbeitsrechtlichen Gegebenheiten von Persönlichen Assistent_innen, von denen sie selbst betroffen war und erklärt gleichzeitig die Notwendigkeit von Persönlicher Assistenz, um ein Leben von behinderten Menschen in betreuten Einrichtungen zu verhindern. Im Beitrag wird spürbar, dass sich die Autorin intensiv mit Persönlicher Assistenz beschäftigt und sich auf Augenhöhe auf das Lebensmodell Persönlicher Assistenz eingelassen hat.

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