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Job mit sichtbarem Erfolg garantiert

Frau mit dunklem, lockigem Haar.

©Privat

Als Valentina Novak vor zwei Jahren über ein Inserat auf die Arbeit als Persönliche Assistentin gestoßen ist, wusste sie nichts über diesen Beruf. Sie dachte sich: „Ich versuche es einmal.“ Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitet sie jetzt vollzeit als Persönliche Assistentin bei der WAG.

Das Besondere an dieser Arbeit ist …

„Was die Arbeit als Persönliche Assistenz für mich vor allem ausmacht, ist, dass es eine sehr persönliche Arbeit ist. Oft ist man bei Menschen zu Hause, hilft ihnen morgens aus dem Bett, lernt Gewohnheiten und Eigenheiten kennen, begleitet im Arbeitsleben, in der Freizeit oder Ausbildung und bekommt dabei Einblicke in viele Lebensbereiche.“, erzählt sie. Sie begleitet ihre Kund_innen auf Freizeit- oder Arbeitswegen, schreibt in Vorlesungen mit, kocht, tippt am PC oder unterstützt bei der Körperpflege.

Valentina Novak schätzt es, dass die Tätigkeit sehr praktisch ist und dass der Effekt sofort sichtbar und spürbar ist. „Ich mag die enge Zusammenarbeit und den direkten Kontakt mit Menschen und schätze es, Einblicke in die Lebensrealitäten unterschiedlichster Menschen zu bekommen.“, schildert die Assistentin. Neben ihrer Arbeit bei Stammkund_innen übernimmt sie auch Vertretungsdienste. Deshalb hat Valentina Novak schon viele Menschen kennengelernt. Diese Begegnungen sind für die junge Frau wertvolle Erfahrungen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Persönliche Assistentin für das Thema „Leben mit Behinderung“ sensibilisiert wurde, denn als Persönliche Assistentin erlebt man fast täglich mit, wo es in der Gesellschaft noch Barrieren gibt.

Eine ganz besondere Erfahrung machte Frau Novak bei einem Vertretungsdienst. „Ich durfte einen blinden Kunden dabei begleiten, ein ebenfalls blindes bzw. sehbehindertes Paar, das zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus der Ukraine geflüchtet war, in Wien zusammenzuführen. Dieses Erlebnis möchte ich nicht missen.“, berichtet sie.

Flexibilität gefragt

Schwierig an der Arbeit als Persönliche Assistenz empfindet sie unvorhersehbare Ereignisse. Wenn z.B. der Lift in einem Wohnhaus nicht funktioniert oder eine Kundin krank wird. Dienste fallen daher manchmal kurzfristig aus oder müssen verkürzt werden. Hier muss man sehr flexibel bleiben.

Andrerseits bringt die eigene Flexibilität auch das Entgegenkommen von Kund_innen und Freiheiten in der Dienstplangestaltung. Die Familie und viele Freund_innen von Valentina Novak leben in Deutschland. Deshalb ist es für sie wichtig, dass sie immer wieder dorthin reisen kann. Darauf kann bei Diensplanbesprechungen Rücksicht genommen werden. Und sie kann somit ihre Kontakte pflegen.

Tipps für neue Kolleg_innen:

Es sei hilfreich, möglichst viel zu kommunizieren und Unstimmigkeiten gleich anzusprechen. „Vieles lässt sich so schnell aus der Welt schaffen.“, zeigt ihre Erfahrung.

„Wichtig ist sicher, sich immer wieder daran zu erinnern, dass es darum geht, Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Auch wenn man selbst Dinge manchmal anders tun würde,“ rät sie jungen Kolleg_innen. „Es geht immer darum, die Wünsche und Vorstellungen der Kund_innen umzusetzen.