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Burgenland will bundesweit einheitliche Regelung für Persönliche Assistenz

Viele Personen sitzen an Tischen in U-Form in einem hellen Raum.

Am 8. Mai lud Christian Illedits, burgenländischer Soziallandesrat zu einem runden Tisch nach Eisenstadt ein. Sein Anliegen sei es, die Situation behinderter Menschen nachhaltig zu verbessern und die Gleichbehandlung in allen Lebensbereichen zu gewährleisten, hieß es in der Einladung dazu. Ein erster Schritt dazu sei die Novellierung des Sozialhilfegesetzes. Illedits möchte alle zuständigen Organisationen aus dem Behindertenbereich in die Entwicklung neuer Rahmenbedingungen einbinden, schrieb er in der Einladung weiter. Diese saßen gestern gemeinsam an einem „runden Tisch“.

Zu Hause leben steht an erster stelle

Der Soziallandesrat sprach sich dort für ein Inklusionspaket und eine bundesweit einheitliche Regelung für Persönliche Assistenz aus. Er möchte noch vor dem Sommer einen Vorschlag für gesetzliche Rahmenbedingungen einbringen.  In Bezug auf ältere Menschen werde er sich dafür einsetzen, dass alt werden zu Hause möglich ist. Daneben müsse die Barrierefreiheit in Pflegeeinrichtungen gewährleistet sein, meinte er. Das Leben in den eigenen vier Wänden stünde aber generell an erster Stelle, betonte Illedits.

Noch im Mai will der burgenländische Soziallandesrat das Thema mit den anderen Bundesländern diskutieren.

Persönliche Assistenz braucht Beratung durch selbst behinderte Menschen

Jasna Puskaric von der WAG – Assistenzgenossenschaft wies darauf hin, dass es unerlässlich sei, dass Persönliche Assistenz von Organisationen angeboten wird, die nach den Grundsätzen der Selbstbestimmt Leben-Bewegung arbeiten. „Sonst wird Persönliche Assistenz nicht funktionieren. Denn die Beratung durch selbst betroffene Personen eröffnet behinderten Menschen einen ganz anderen Blickwinkel auf die eigene Lebenssituation und auf neue Möglichkeiten.“, erklärt Puskaric.

Vom ÖZIV wurde die bedarfsgerechte Finanzierung von Persönlicher Assistenz betont.

Aufwind im Burgenland

Die WAG – Assistenzgenossenschaft begrüßt die Initiative des Landesrates und die Einbindung der Organisationen und wird sich für eine bundesweit einheitliche Regelung für Persönliche Assistenz und eine Verbesserung für Menschen mit Behinderungen im Burgenland einsetzen.