WAG Nachrichten

Mitarbeiter_innen vorgestellt: Herzensanliegen Persönliche Assistenz

Schon bei der gründenden Genossenschaftsversammlung der WAG Assistenzgenossenschaft 2002 war Jasna Puskaric, heute Assistentin der Geschäftsführung, dabei. Zu Beginn war sie ein Jahr lang im Aufsichtsrat tätig, dann als Beraterin. Heute schult sie neue Berater_innen ein, organisiert Fortbildungen, kümmert sich um Teilbereiche der Öffentlichkeitsarbeit und der Dienstleistungsentwicklung.

„Menschen mit Behinderungen dabei zu begleiten und zu unterstützen wenn sie die Persönliche Assistenz für sich entdecken, hat mir als Beraterin ebenso großen Spaß gemacht wie für meine Kund_innen die passenden Persönlichen Assistent_innen zu finden.“, erzählt Jasna Puskaric.

Für sie persönlich habe Persönliche Assistenz erstmals ein selbstbestimmtes Leben unabhängig von Familie, Freundeskreis und klassischer Angebote im der Behindertenhilfe ermöglicht. Diese Erfahrung war für die ehemalige Beraterin unglaublich wichtig, berichtet sie. Deshalb sei sie dankbar dafür, dass sie sowohl ihre Begeisterung für Persönliche Assistenz als auch die damit zusammenhängende Verantwortung an die Kund_innen weitergeben konnte.

„Selbstbestimmt Leben“ und sich gegenseitig stärken

Auch wenn Jasna Puskaric in den letzten Jahren immer weniger Beratungen macht, so kann sie die Philosophie von „Selbstbestimmt Leben“ und das Empowerment von Menschen mit Behinderungen in der Einschulung der neuen Berater_innen weitergeben. Denn es ist ihr sehr wichtig, dass Menschen mit Behinderungen voneinander lernen und sich gegenseitig stärken. Sie betont, dass ihr der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der Selbstbestimmt Leben Bewegung am Herzen liegen.

Der Arbeitsschwerpunkt von Puskaric verlagert sich immer mehr in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Dienstleistungsentwicklung. Sie findet es spannend, dort ihre kommunikativen Fähigkeiten einzusetzen. Entsprechend ihrem persönlichen naturell kann sie in diesen Arbeitsbereichen kreativ tätig sein und gleichzeitig die breite Öffentlichkeit über Persönliche Assistenz informieren.

Wunsch für die Zukunft

„Ich wünsche mir, dass der Bedarf an Persönlicher Assistenz in Österreich wahrgenommen, finanziert und als selbstverständlich betrachtet wird. Unabhängig von der Art der Behinderung, Alter, Einkommen oder Vermögen. Jede Frau, jeder Mann und jedes Kind mit Behinderung soll bedarfsgerechte Persönliche Assistenz erhalten, egal in welchem Bundesland sie zu Hause sind. Und das natürlich mit Rechtsanspruch! Dann hat die Selbstbestimmt Leben Bewegung Österreichs ein wichtiges großes Ziel erreicht. Das motiviert mich, das treibt mich an, das gibt mir Kraft.“,